Gienanth - Tradition & Innovation

Die Verarbeitung von Eisen und Metall hat an unseren sechs Standorten eine lange Tradition. Durch die Jahrhunderte waren und sind die Werke von entscheidender Bedeutung für die Regionen und den Weltmarkt. Gienanth hat sich fortlaufend angepasst und immer wieder neue Maßstäbe gesetzt. Ob es um modernste Produktionstechnik zur Herstellung hochpräziser Eisengusskomponenten jeglicher Größe und Komplexität geht oder auch beispielhaft um die Einrichtung einer Betriebskrankenkasse, lange bevor Bismarck entsprechende Gesetze erließ: Gienanth agierte stets vorausschauend und langfristig. Es gehört zu unserer Tradition, Herausforderungen und Chancen früh zu erkennen und proaktiv die Firmengeschicke zu gestalten.

Die Zentrale der heutigen Unternehmensgruppe Gienanth wurde im Jahr 1735 in Eisenberg/Pfalz als Hammerwerk begründet. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Standort mit Hochöfen ausgestattet und als Eisenhüttenwerk betrieben, welches eine wichtige Stellung im Produktionsnetzwerk der Industriellenfamilie von Gienanth inne trug. Auch die hohe soziale Verantwortung des Unternehmens hatte zur damaligen Zeit eine wesentliche Bedeutung, so ermöglichte bereits Ludwig von Gienanth im Jahre 1831 seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine ausgezeichnete medizinische Versorgung. Zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurde begonnen hochwertige Eisengusskomponenten für die Automobilindustrie herzustellen. So kamen beispielsweise die ersten Motoren für die Rennwagen der automobilen Legenden von Bugatti aus unserem Hause in der Pfalz. Im Jahre 1935 begann das Unternehmen weiterhin mit der Herstellung von Zylinderkurbelgehäusen für Großmotoren, ein Marktsegment, welches bis heute große Bedeutung für Gienanth hat. Als eines der ersten Industrieunternehmen begann Gienanth weiterhin im Jahr 1964 mit der automatisierten Fertigung auf vertikal geteilten Formanlagen und machte abermals seine Stellung als Technologievorreiter deutlich.

Die Gründung der Fronberg Guss GmbH im bayrischen Schwandorf geht auf das Jahr 1449 zurück und somit gar drei Jahre vor der Geburt von Leonardo da Vinci. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Produktion stärker auf die Herstellung von Stabeisen konzentriert. Zum Beginn des 20. Jahrhunderts führte das Unternehmen den Maschinenformguss ein. Nach tiefgreifenden Umbauten in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts konzentrierte sich Fronberg Guss stärker auf die Herstellung hochqualitativer Eisengusskomponenten im Handformverfahren. Seit 2005 ist das Werk eine Tochtergesellschaft der Gienanth GmbH. 

Die Ursprünge der heutigen Gienanth Steyr Guss GmbH liegen in der Unternehmung der Daimler-Steyr-Puch AG nach dem zweiten Weltkrieg. Nach diversen Modernisierungen und Qualifizierungen wurde im Jahr 1990 die hausinterne Metallbearbeitungsgesellschaft gegründet, welche bis heute hochpräzise Eisengusskomponenten in klein- und mittelgroßen Serien einbaufertig für den Endkunden herstellt. Im Jahr 2009 kam außerdem eine Gesellschaft zur Gussnachbearbeitung im nahegelegenen Tschechien hinzu, welche auch heute eine wesentliche Säule des Produktionsnetzwerkes ist. Die drei Gesellschaften wurden im Jahr 2018 von Gienanth übernommen.

Die Wurzeln der heutigen Gienanth Zaigler MBA GmbH liegen in der 1954 gegründeten Hans Wagner Zylinderschleiferei, welche im Jahre 1985 durch Heinz Zaigler übernommen wurde. Zum Jahresende 2020 wurde Zaigler Teil der Gienanth Gruppe. Das Werk in Kulmbach gehört zu den führenden Bearbeitern für große und komplexe Bauteile mit bis zu 50 Tonnen Gewicht. Seit über 60 Jahren ist Zaigler der starke Partner in den Bereichen Bohren, Drehen, Fräsen und spezialisiert auf die Bearbeitung von Zylinderkurbelgehäusen für Großmotoren.

Die Geschichte der Gienanth Chemnitz Guss GmbH nahm ihren Anfang im Jahre 1852 in der sächsischen Großstadt als Webstuhlfabrik. Im Jahre 2000 übernahm Markus Trompetter das Unternehmen und firmierte es später zur Trompetter Guss Chemnitz GmbH um. In den folgenden Jahren wurde das Werk neu ausgerichtet und in einen hochmodernen Anlagen- und Maschinenpark investiert. Hierzu gehören unter anderem zwei horizontale Formanlagen, auf denen hochkomplexe Eisengusskomponenten mit bis zu 100 Kilogramm Bauteilgewicht gegossen werden. Im April 2021 wurde der Standort in die Gienanth Unternehmensgruppe integriert.

Neben unseren Produktionswerken im Herzen Europas ist Gienanth international aufgestellt. Sowohl in den USA als auch in Indien arbeiten wir mit lokalen strategischen Marktführern als Partner zusammen um den Anforderungen unserer Kunden vor Ort gerecht zu werden.

Heute ist Gienanth global einer der führenden Lösungsanbieter im Bereich von hochkomplexem Eisenguss. Weltweit vertrauen Kunden auf die bewährten Produktlösungen von Gienanth und wir liefern neben Europa auch regelmäßig nach Übersee. Gienanth steht für höchste Qualität und 100prozentige Liefertreue. Zu unserem Portfolio gehören unter anderem Zylinderkurbelgehäuse und Motorkomponenten wie Zylinderköpfe und Kurbelwellenlagerdeckel für Großmotoren – ganz gleich ob diese als Stromgeneratoren, in Lokomotiven oder auf Schiffen eingesetzt werden. Außerdem beliefern wir die Maschinenbauindustrie sowie die Mobilitätsindustrie im Eisenbahnbereich, für Personenkraftwagen, Nutzfahrzeuge und Landmaschinen. Dabei verstehen wir uns nicht als reiner Produzent, sondern als Partner unserer Kunden. Bereits in der Entwicklungsphase neuartiger und innovativer Gusseisenteile können wir entscheidende Impulse setzen. So sorgen wir dafür, dass Produktideen in einem durchdachten Konzept Gestalt annehmen. Spätestens der Prototyp beweist, wie wertvoll die Ideen unserer Experten für eine optimierte Entwicklung von Gussteilen sind.